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Musikalischer Rückblick auf 2011

17. Januar 2012 – obwohl mir eine Arbeitskollegin heute „noch was gewünscht“ hat (im Übrigen inzwischen zum 3. Mal), habe ich das Gefühl, dass wir schon bald wieder in die Silvesterplanung einsteigen können. Zumindest, was meinen Jahresrückblick betrifft, den ich bisher aus diversen Gründen noch nicht geschrieben habe. In Anbetracht der Tatsache, dass das Jahr schon wieder 17 Tage alt ist und mir das alte Jahr ewig weit weg erscheint, bin ich mir nicht sicher, ob ich den Rückblick überhaupt noch schreiben möchte.

Da ich aber nicht sang- und klanglos nichts schreiben möchte, möchte ich mich wenigstens dem musikalischem Jahr 2011 widmen. Also – meinem musikalischen 2011 – versteht sich.

Wie in jedem Jahr gab es natürlich auch im vergangenen einige Highlights zu entdecken und zu erleben. Ein bzw. zwei alte Bands habe ich endgültig (und wieder einmal besser spät als nie) für mich entdeckt: Joy Division und die Nachfolger New Order. Ja – ich mochte sie schon vorher, aber bewusst mit ihnen befasst habe ich mich erst letztes Jahr. In diesem Zusammenhang muss ich auch einfach noch den Hinweis an diejenigen geben, die den Film bisher noch nicht sahen, sich unbedingt „Control“ anzusehen – wenngleich ich vermute, die letzte gewesen zu sein, die diesen Film sah. Ein unbedingtes und absolutes Must-see!

Passend zu dieser neu entstandenen Liebe fügte sich mein musikalisches Schicksal dahingehend, dass selbstverständlich nicht Joy Division auf Tour gingen, was ja bekanntermaßen nicht mehr möglich ist – und auch New Order lassen sich noch bitten, in erreichbare Nähe zu kommen – aber Peter Hook, seines Zeichens ehemaliges Mitglied von Joy Division und New Order – sollte sich mit „Unknown Pleasures – A Joy Division Celebration“ from Peter Hook & The Lights ein Stelldichein beim belgischen Shadowplay Festival geben. Da das Lineup ansonsten auch sensationell gut war und meinen Anforderungen mehr als gerecht wurde, plante ich einen Urlaub, der mich nach Belgien (Brügge und Kortrijk) und Frankreich (Boulogne-sur-mer und Rouen) bringen sollte und mir die Teilnahme sowohl am Shadowplay Festival, als auch am darin integrierten Factory Noise Festival ermöglichen sollte. (Von dem Urlaub wollte ich im Übrigen bloggen, was ich leider zeitlich auch nicht schaffte – so wie schon mein Bericht über meinen Trip nach Antwerpen im Dezember 2010 ungeschrieben und ungelesen bleiben sollte… schade eigentlich.)

Aber es gab auch eine echte neue Neuentdeckung: nÄo.
Meine Güte – absolut großartig, diese Kombo aus Frankreich. Gesehen haben wir sie beim ElektroAnschlag – und was erst ganz harmlos anfing, sollte sich zu einem wahren Gewitter aufbauen, welchem man sich nicht entziehen konnte und welches einen unweigerlich mitriss! Alle Bands des ElektroAnschlags waren sehr gut und wären eigentlich erwähnenswert, aber DIESE Jungs haben es geschafft, alles andere in den Schatten zu stellen. Wenngleich sie da auch noch glänzen konnten. ;o)
Als während des Konzertes die Kunde, dass sie nur 10 CDs (?) dabei hätten, die Runde machte, stürzte ich sofort los und konnte tatsächlich noch locker eine abstauben. Was aufgrund des überwältigenden Erfolges leider nicht mehr viele von sich behaupten konnten – die CDs gingen weg, wie nix und nach dem EA ging das große Jagdfieber um, wo man denn die CD bestellen könne. … aber dies tangierte mich ja nicht mehr – ich hab ja eine abbekommen. O:-)
Zugegebenermaßen haben mich die Songs auf CD sehr erstaunt – sehr ruhige Ambientklänge, die nicht im geringsten an den gewaltigen, gitarrenunterstützten Auftritt erinnerten. Was nicht bedeutet, dass die CD nicht gut ist – im Gegenteil – sie ist sehr schön und ich mag sie sehr. Aber es war live eben ein ganz anderes Kaliber. Wer die Möglichkeit hat, sich die Jungs mal live anzusehen (z.B. beim Elektroanschlag No. 13 am 30./31. März 2012), sollte dies unbedingt tun!
Unter dem Label ant-zen gab es dann im Herbst noch eine Neuveröffentlichung, auf der auch die Gitarren zu hören sind.

Wenngleich es noch einige Bands mehr waren, die ich im letzten Jahr für mich entdeckte, möchte ich es aber bei den beiden/dreien erstmal belassen, da sie die herausragendsten waren.

Meine TOP-3-Alben waren – in alphabetischer und nicht wertender Reihenfolge:
Apparat – The Devil’s Walk
ohGr – Undeveloped
Skinny Puppy – hanDover

Ich denke, es ist an der Zeit für die Auflistung der besuchten Konzerte und Festivals mit rot markierten Highlights…

07. Januar 2011
Planet Myer Day 9
Brazda Lui Novac, Empusae, Subheim, Klangstabil, Destroid
Leipzig, Moritzbastei

19. Februar 2011
Electrocution III
Edriver69, Der Prager Handgriff, Container 90, Mastertune, Absolute Body Control
Rostock,  M.A.U.-Club

25. Februar 2011
Bela B. liest „Exit mundi: Die besten Weltuntergänge“
Leipzig, Werk II

11. März 2011
DAF, Transmitter, Psyche
Hannover, Musikzentrum
(Im Anschluss gab es noch 4 Songs Combichrist beim Festival Of Darkness im Meier in Braunschweig)

26. März 2011
Tremor wird 9
Kommando XY, aaak, Sturm Café
Dessau, Beatclub

31. März 2011
Phillip Boa and the Voodooclub
Braunschweig, Meier Music Hall

(29. März 2011
Außer Wertung: ich hab an einem DrumCircle im Kloster Michaelstein teilgenommen und kann dies nur jedem empfehlen, mal mitzumachen.)

01.+02. April 2011
Elektroanschlag No 12
SYNTECH, TRANSISTOR, EX_TENSION, CENT ANS DE SOLITUDE, REPUBLIK OF SCREENS, NULLGRAD, GJÖLL, BAD SECTOR, TZOLKIN, SATURMZLIDE, MEZIRE, NÄO, FEINE TRINKERS BEI PINKELS DAHEIM, LE MODERNISTE, IC 434, AHNST ANDERS, IGORRR, DIVE, HEIMSTATT YIPOTASH
Altenburg, Brauerei, Alte Tenne

22. April 2011
Post Industrial Cabaret
M.O.P.M., Geneviéve Pasquier, Objekt/Urian
Leipzig, Villa

29. April 2011
Die Krupps, Nitzer Ebb
Berlin, Postbahnhof

09. – 13. Juni 2011
Wave Gotik Treffen
Donnerstag: HUMAN R3SOURCE, EDRIVER 69
Freitag: Zero Degree, TAGC, Xabec, Clock DVA
Samstag: 1/2 Agrezzior, Front 242
Sonntag: Pouppée Fabrikk, Esplendor Geométrico, Recoil
Montag: Nordarr, In The Nursery, Plastic Noise Experience, Dive, Nitzer Ebb
Leipzig

22. – 24. Juli 2011
Shadowplay (SP)- und Factory Noise (FN) Festival
Freitag: Nullvektor (FN), Empusae (FN), Monolith (FN), Mono No Aware (FN), This Morn‘ Omina (FN), Fields Of The Nephilim (SP)
Samstag: Maschinenkrieger KR52 vs. Disraptor (FN), Heimstatt Yipotash (FN), Geistform (FN), Absolut Body Control (SP), Winterkälte (FN), A Split Second (SP)
Sonntag (ab hier nur noch Shadoplay, da das Factory Noise nur 2 Tage ging): NTRSN, Plastic Noise Experience, Fixmer/McCarthy, Clan Of Xymox, Peter Hook & The Light (Unknown Pleasures – A Joy Division Celebration)
Belgien, Kortijk, Xpo

29.+30. Juli 2011
Familientreffen 7
Freitag: Jäger 90, Ionic Vision, Plastic Noise Experience, Page 12, Forced Movement
Samstag: Nordarr, Prager Handgriff, Coinside, Spetsnaz, Portion Control
Sandersleben, Sportplatz

(26. August 2011
Wir wollten zum Schlagstrom nach Berlin fahren, welches aber sehr kurzfristig abgesagt wurde und in einer abgespeckten Version Ersatz fand.)

30. August 2011
Front Line Assembly, Conjure One
Hamburg, Club Logo

30. September – 02. Oktober 2011
Maschinenfest 2k11
Freitag: Dirk Geiger, Spherical Disrupted, Ahnst Anders, Suicide Inside, Igorrr, Xabec, Contaminant, Empusae, Synapscape
Samstag: The_Empath, Mobthrow, 16Pad Noise Terrorist, Atrabilis Sunrise, Näo, Pankow, Thorofon, This Morn´Omina, Needle Sharing
Sonntag: Saal5, Kirdec, Wieloryb, Dazzling Malicious, Marita Schreck, Balkansky & Loop Stepwalker, Contagious Orgasm, Imminent, Lustmord
Oberhausen, Turbinenhalle

13. Oktober 2011
Atari Teenage Riot, Rowdy Superstar
Leipzig, Werk II

22. Oktober 2011
Death In June, Of The Wand And The Moon
Eisleben

31. Oktober 2011
Apparat, Warren Suicide, Shrubbn!!
Leipzig,  Centraltheater

19. November 2011
November Noir
Darkrad, Maya Nadir, Objekt/Urian, Rome, Sigillum S, Empusae, This Morn‘ Omina
Augsburg, Kantine

26. Dezember 2011
Christmasball
Klinik, Hocico, Combichrist mit ohne Sound
(Da ich am nächsten Tag arbeiten musste, konnte ich nicht auf das neue Mischpult warten und verpasste daher Front 242.)
Hannover, Capitol

Tja – das war das musikalische 2011. Ich denke, darüber hinaus wird es tatsächlich keinen Rückblick mehr geben – vielleicht schneide ich noch mal einzelne Episoden an. Über den Urlaub hätte ich gerne geschrieben, hab sogar angefangen, aber der liegt nun schon wieder so weit zurück, dass das wohl keinen Sinn mehr macht.

2012 hat indes schon wieder recht gut angefangen – das erste Quartal steckt schon wieder voller Musik – wie am letzten Samstag, an dem ich einem bezaubernden Konzert des großartigen Marc Almond in Leipzig im Haus Auensee beiwohnen durfte. Und da ich es an so vielen Stellen schon anbrachte, darf es auch hier nicht fehlen: *hach*

In diesem Sinne: ich wünsch euch ein großartiges Musikjahr 2012 – lasst es krachen, aber auch mal beschaulich angehen mit vielen Neuentdeckungen und vielleicht auch alten Lieben.
Mein Plan: weniger Fotos, mehr genießen – Konzerte selbstverständlich.

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