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… und es leuchtet doch. Kredenzt mit zarten Osterklängen.

Wir erinnern uns: Vor einem Monat fing meine Blinkanlage im Auto an zu spinnen. Was ich hier nicht weiter erwähnte: es lag dann doch nicht am Warnblinkknopf. Das Relais, welches für die Quittierung der Zentralverriegelung zuständig ist, wurde ausgebaut und voilà – alles war in bester Ordnung. Bis auf die Tatsache, dass ich mich nun daran gewöhnen musste, nicht mehr freundlich blinkend von meinem Auto begrüßt bzw. verabschiedet zu werden. 1x blinken für „Hi“ beim Aufmachen, 2x blinken für „Tschüssi“ beim Zuriegeln.

Am vergangenen Mittwoch gab es nun aber doch wieder Probleme mit dem Blinker: erst flackerten sie nur wild herum und gingen nach kurzem Anblinken wieder aus und leuchteten dann wieder permanent – im Gegensatz zum ersten Mal aber zum Glück nur bei umgelegtem Blinker.
Also fuhr ich am Donnerstag wieder in die Werkstatt – das Blinkrelais wurde gegen ein gebrauchtes eingetauscht und alles war wieder in Ordnung.
… dachte sich zumindest der Werkstattmeister, der – aus welchen Gründen auch immer – mein altes Relais zur Zentralverriegelungsblinkquittierung aufgehoben und dann wieder eingebaut hat, weil er ja nun der Meinung war, dass das andere Problem auch durch das Blinkrelais verursacht wurde.
Während ich nach Hause fuhr, bereute ich schon, dass ich ihn nicht davon abhielt, wollte ich doch am Karfreitag nach Leipzig fahren und keine Risiken eingehen…

Freitagabend fuhr ich dann nach Leipzig zum Post Industrial Cabaret in die Villa. Und war pappensatt: der Fehler von vor 4 Wochen war wieder da und die rechte Seite meines Autos leuchtete komplett. Ob mit oder ohne umgelegten Blinkhebel. Wer wissen möchte, wie ein Rohrspatz schimpft, hätte da Gelegenheit gehabt, so etwas zu hören. Man, war ich sauer. Und: wenn ich schon mal alleine on tour bin, muss natürlich was schief gehen. Ist klar, oder?

Zum Glück hab ich in Leipzig schräg gegenüber der Villa auch gleich einen Parkplatz gefunden, so dass ich erst mal rein konnte und nachfragte, wann denn die Konzerte starten. Eigentlich gegen 21 Uhr. – Hmmm… also jetzt. Aber da noch nicht so viele Leute dort waren, sollte noch eine halbe Stunde gewartet werden, die ich nutzte, um den ADAC zu rufen.
Der freundlichen Dame erklärte ich das Problem und dass ich theoretisch weiß, wie es zu lösen geht (indem man einfach das Relais ausbaut), aber die Praxis daran scheitert, dass ich weder das Werkzeug hierfür habe, noch weiß, welches Relais das störende welche ist. – Kein Problem, in ca. 1,5 Stunden kommt Hilfe. – Prima.

Ich widmete mich dem Event – M.O.P.M. fingen gerade mit ihrem Set an, welches vielversprechend erschien. Das Intro war zu Ende, es kam kurz zu absoluter Stille im Raum, in die mein Handy lauthals Farin Urlaubs „Insel“ (Oh, oh – und der Wecker klingelt…) zum Besten gab. – Gemurmel, Gelächter und Geläster um mich herum (Pöh, mein Klingelton ist mir doch nicht peinlich), während ich nach draußen flitzte, um das Gespräch anzunehmen – der ADAC-Michel ist gleich da – ich möchte doch bitte zum Auto gehen.

Naiv, wie ich bin, begrüßte ich den Herren, der sich als etwas grummelig entpuppte, mit den Worten, dass das hier jetzt Ratz-Fatz gehen müsste und er bitte doch nur das Relais ausbauen möchte und strahlte ihn an, stolz wie Bolle, dass ich ihm die Lösung schon gleich präsentieren konnte.

Allerdings ist mir das Strahlen relativ schnell vergangen, als er meinte, dass er doch keinen Plan hat, was für ein Relais da raus muss und dass dies ja wohl etwas Honda-spezifisches sei… Aha… Und ich dachte, dass Autos im Grunde genommen ja relativ ähnlich zusammen gebastelt sein müssten. Wie konnte ich nur diesem Irrtum anheimfallen? Gnarf.

Natürlich trat der Vorführeffekt ein – er drehte die Zündung und die Lampen blieben aus, was ihn erfreute „Ich kann hier keinen Fehler entdecken.“ – „Er kommt aber wieder.“
Er hat dann wieder zu- und aufgeschlossen und voilà – das Auto leuchtete wie ein Weihnachtsbaum. „Ha!“

Er guckte ratlos, aber mit ein bisschen gut zureden konnte ich ihn dann davon überzeugen, trotzdem mal einen Blick zu werfen. Er brach sich schon fast einen dabei ab, die Verkleidung unter meinem Lenkrad ab zu basteln.
Ich versuche mal, die Situation annähernd nachzustellen:
Er: Ist das Relais gelb?
Ich: Nein, es ist schwarz.
Er: Es gibt hier aber kein schwarzes.
Ich: Es muss dort sogar mindestens 2 schwarze geben – das eigentliche Blinkrelais, welches ja erst gestern ausgetauscht wurde (ich zeigte die ungefähre Größe) und dann das etwas größere für die Quittierung, welches nachträglich eingebaut wurde.
Er: Selbst, wenn ich es finde, kann ich es doch nicht einfach ausbauen…!
Ich: Doch, denn es ist einzig und allein nur für die Quittierung zuständig und ich bin die letzten 4 Wochen ohne das Ding gefahren. Glauben Sie mir doch einfach.
Er: Ich sehe hier keins. Das ist hondaspezifisch. Da müssen Sie zu Honda
Ich: …
Er: Ja, morgen haben doch die Läden wieder auf. Hier in der Irgendwas-Straße, da gibt es einen Hondahändler – die können bestimmt helfen.
Ich: Ich wohne ca. 180 km von hier entfernt. Da muss ich diese Nacht auch noch hinfahren…
Er: *rumningel* (Ich bin ja Harzer und das Wort ningeln gibt es eigentlich nicht in meinem Sprachgebrauch, aber aufgrund der Tatsache, dass ich in Sachsen war und der Mensch wirklich ein sehr… hmmm… ningeliger Typ war, passt das auch mal in meinen Harzer Slang.)

Er bastelte dann ein bisschen dran rum und zuppelte ein Relais nach dem anderen raus, aber der Fehler ging nicht weg. Er baute das Blinkrelais aus – normales Blinken ging nicht mehr, aber die rechte Seite leuchtete dennoch munter weiter.
Er: Also das Blinkrelais ist es nicht.
Ich: Ach…?! (Ja, inzwischen war ich etwas genervt und gereizt; drinnen spielt eine Band, die ich gerne gesehen hätte und ich gucke diesem mürrischen Menschen dabei zu, wie er keinen Schimmer hat.)
Er futerte in meinen Fußraum und äfft leise nach: Ratz-Fatz… pfffff.
Ja, hallo?! In meiner Werkstatt ging das schnell. Pffffff!
Er schloss das Auto noch mal zu und wieder auf und das Auto blieb dunkel.
Er: Nun ist der Fehler wieder weg.
Ich: Der kommt aber wieder.
Er: Dann lassen Sie doch das Auto offen.
Ich: ?!?!?!?! Wie bitte?!?!?
Er: Na jetzt gerade im Moment leuchtet es doch nicht.
Ich: Ja, und?!? Dann hab ich hinterher zwei Autos, oder wie?!
Nachdem ich meine Fassungslosigkeitsstarre überwunden hatte, meinte ich dann nur, dass wir das hier nicht künstlich in die Länge ziehen müssen. Er möchte doch bitte alles wieder zu machen, mir noch einmal zeigen, dass wenigstens noch das geht, was auch gehen muss und dann können wir beide wieder unserer Wege gehen.

Er schrieb dann seinen Auftragszettel. Und was schrieb er drauf?
„Wegfahrsperre“
Ich so: Nee?!
Er: Klar.
Ich: Nee?! (Mit Nachdruck)
Er: Ist doch egal, was da steht. Das hängt doch alles zusammen.
Ich: Nee! Das ist die Quittierung der Zentralverriegelung. Meine Wegfahrsperre interessiert es einen feuchten Käse, ob das Auto zur Begrüßung blinkt…
Gnarf!

Er gab mir noch mit auf den Weg, dass ich mich noch mal melden soll, wenn es auf dem Rückweg Probleme gibt.

Aber noch war ich ja eigentlich wegen dem Festival dort. Ich stürmte wieder rein und M.O.P.M. räumten gerade die Bühne. Ja, prima. Ganz toll. Soll gut gewesen sein. Dann eben beim nächsten Mal.

2. Act war Geneviéve Pasquier. Ich fand es gut, obwohl das Set vielleicht ein bis zwei Lieder zu lang geraten ist. So dass gerade der letzte Song, welchen ich musikalisch wirklich top fand, durch etwas extremere Gesänge in lauteren und höheren Tonlagen (man könnte es auch Schreien nennen), eher nervig war.

Den Abschluss bildeten Objekt/Urian, welche mir sehr gut gefielen. Krawallig, krachig, laut – wie ich es an dem Abend haben wollte. Trés chic – hoffe, ich kann die Herren bald wieder live sehen.

Ein paar Bekannte traf ich auch, mit denen ich mich ein bisschen unterhielt. Zur Aftershowparty blieb ich dann aber nicht mehr – ein Floor war der Raucherbereich, in den ich eben aufgrund dieser Tatsache nicht wollte und der zweite war mir in dem Moment ein Touch zu technoid, als ich mal reinschnupperte.
Und ehe ich dann alleine da rumstehe, für die Rückfahrt keinen Beifahrer hatte, der mich hätte wach halten können, beschloss ich gegen 1 Uhr, nach Hause zu fahren.

Glücklicherweise gab es keine Probleme mit dem Auto. Die Blinker taten ihren Dienst, wie sie es ursprünglich sollten. Na wenigstens was. 🙂

Hausaufgaben für’s nächste Mal:

 

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